SV Eintracht Eisenberg 3 - 4 FSV Martinroda
Samstag 06.10.18 - 15:00 UhrSportpark Schortental8. Spieltag Thüringen Liga

Spielbericht

Verbandsliga SV Eintracht Eisenberg – FSV Martinroda 3-4 (0-4)

Wow, und wieder lässt der FSV Martinroda in der 2. Spielhälfte die Zügel schleifen. Nach fulminanter erster Halbzeit, mit diesmal vermeintlich sicherer 4-0 Führung, geriet wie schon in Teistungen der Sieg in der 2. Hälfte in Gefahr. Unterm Strich dennoch ein verdienter Erfolg, der so aber nie und nimmer in einem Spiel zweier völlig unterschiedlicher Halbzeiten zu Stande hätte kommen dürfen. Die wiederholten Rhythmusstörungen nach der Pause ziehen sich nunmehr über die gesamte Spielzeit wie ein roter Faden durch die Saison. Für Statistiker interessant, 14 der bisherigen 18 Gegentore kassierte der FSV jeweils in der 2. Halbzeit.
In der Vorwoche gegen Meuselwitz das „ magische Viereck“ – El Hajj, Suliman, Finn, Hertel-in den höchsten Tönen gelobt, wurde sie diesem auch in der 1. Hälfte mehr als gerecht. Mit sehenswerten Kombinationen beschäftigten sie die Eisenberger Defensive, waren gedankenschneller und effizient zu gleich. Nach verteiltem Beginn, übernahmen die mit präzisen Anspielen auf die Außen immer wieder für Überraschungsmomente sorgende Mittelfeldreihe die Initiative für heraus gespielte Abschlussmöglichkeiten. Ob wie beim 0-1 im Dribbling und Doppelpass mit Fernando, oder nach geglückten Eins gegen Eins zunächst gegen Schäfer und entscheidend gegen Torwart Lewandrowski, Torschütze Suliman als rechter Offensivspieler stach erneut. Hertel mit seinem 7. Saisontreffer schloss nach schnellem Gegenzug über das Zentrum die beruhigende 2-0 Führung mit energischem Durchsetzungswillen gegen bis dahin harmlose Gastgeber ab. El Hajj über die linke Seite mit schnellem Antritt gegen zwei Defensivkräfte mit den entscheidenden Metern Vorsprung in zentraler Position zum Abschluss kommend, erzielte das 4-0. Fernando nach einem Angriffszug über T. Müller und Hertel plötzlich frei vor TW Lewandrowski, hatte gar den 5. Treffer auf dem Fuß. Die ersten 10 Minuten nach Wiederbeginn hatte das Spiel für keine der beiden Mannschaften einen Vorteil ergeben. Danach spürte man, noch unerklärlich, dass Konzentration, das zwingende Agieren irgendwie durch Unachtsamkeiten begünstigt abnahm. Nachdem vorn die Bälle nicht festgemacht werden konnten, dadurch die in Ballbesitz kommenden Eisenberger zu Angriffsaktionen eingeladen wurden, verschoben sich die Spielanteile zu Gunsten Eisenbergs.
Der Doppelwechsel von T. Müller und dem eine Verletzung anzeigenden Floßmann in der 68. Minute, brachte den FSV dann irgendwie aus der Spur. Der kurz darauf von Petrik erzielte Anschlusstreffer nach Zweikampfgewinn gegen Six, und das 2-4 vom Punkt wiederum von Petrik sicher verwandelt , stellte nicht nur den Spielverlauf sondern auch die Einstellung im Spiel des FSV in Frage. Das Foul von Six an Petrik mit wiederum Strafstoß zur Folge (82.), und dem dann wohl eher überzogenem Platzverweis, hatte zum Glück nach Mückes Fehlschuss nicht das 3-4 gebracht.

Der FSV fing sich jetzt in Unterzahl spielend, wieder. Hatte man offensiv zwar nicht mehr die klaren Möglichkeiten, konnte man durch Spielverlagerung in die Hälfte des Gastgebers zumindest für Entlastung hinten sorgen. Das 3-4 nach einer Flanke von der rechten Seite von Staeps über die Linie gebracht, war dann die letzte Aktion im Spiel. Wow….. .. Das zu ergründen, wieso, weshalb, warum man permanent das Heft des Handelns aus der Hand gibt, dafür werden die nächsten 14 Tage bis zum Spiel gegen Weimar sicherlich Inhalt von Gesprächen sein.

Eisenberg
Lewandrowski, Wriske, Brack (50. Lelle), Schäfer (70. Mucke), Müller, Walzog ( 38. Staeps), Rennert, Häring, Berger, Petrik, Böhme

Martinroda
Gössinger- Floßmann ( 68. Heymel), Langhammer, Six, Seel (60. Metzmacher)- T. Müller (68. Ulke)- El Hajj, Fernando, Finn, Suliman- Hertel

0-1 Suliman 13., 0-2 Hertel 31., 0-3 Suliman 33., 0-4 El Hajj 41.,
1-4, 2-4 Petrik 70., 79. FE , 3-4 Staeps 90. +3

SR Julian Göpfert -85-

J. Krogel