Jörg „Bum- Bum“ Baranowski sagt Goodbye

Jörg  „Bum- Bum“ Baranowski sagt Goodbye 

Als „Jörgi“ 1985 als Knirps in Gräfenroda vom Papa erstmal die Fussballschuhe geschnürt bekam, konnte niemand ahnen, dass 32 Jahre später ein solch bestens organisiertes Abschiedsspiel, mit vielen emotionalen und großartigen Inszenierungen, nun das Ende seiner fussballerisch aktiven Zeit über die Bühne gehen würde.

Ehre, wem Ehre gebührt

Als „Jörgi“ 1985 als Knirps in Gräfenroda vom Papa erstmal die Fussballschuhe geschnürt bekam, konnte niemand ahnen, dass 32 Jahre später ein solch bestens organisiertes Abschiedsspiel, mit vielen emotionalen und großartigen Inszenierungen, nun das Ende seiner fussballerisch aktiven Zeit über die Bühne gehen würde.
100 Spiele als Nationalspieler oder hervorragende Leistungen im Verein, sind Pflicht um mit solch Ehren verabschiedet zu werden. Jörg „BUM- BUM-BARA kam nicht zu Nationalmannschaftsehren, aber mit sein über 30 jähriges Leben für den Fussball zu hohem Ansehen und Ehren über die Grenzen des Freistaates hinaus.
Seine Stationen im Jugendbereich bis 1992 für den FSV Gräfenroda, später erste Sporen in Rudisleben und Gräfenroda im Männerbereich, und ab 2000 für die Germania auf Torejagd gehend. Seine kurzzeitige Rückkehr nach Rudisleben, führte ihn dann 2007 in seinen bis heute aktuellen Heimatverein FSV Martinroda. Ob schon im Nachwuchsalter oder später in seinen Männermannschaften, überall hinterließ er Duftmarken in Form von vielen, sehr vielen Toren. Sein Anteil beim Aufstieg aus der Bezirklasse in die Landesklasse, der Triumph beim Staffelsieg in der Saioson 2010/2011 und gleichbedeutend mit dem Aufstieg in Thüringens höchste Amateurklasse ist in den Statistiken urteilsfrei hinterlegt. Nicht weniger als 5 mal sicherte er sich die Torschützenkonone im Dress des FSV( 2x KL inbegriffen) und führte als Kapitän über Jahre hinweg seine Teams auf`s Feld. In über 550 Pflichtspielen im Männerbereich, aktenkundigen 253 Toren, hatte er maßgeblichen Anteil am Erfolg seiner Vereine.
Und heute, nahmen über 30 Spieler in Gelb, die anderen in Blau, alle mit der Rückennumer 14 und dem Namenszug Bara, Aufstellung zum Spalier als Jörg Barnowski zum Eingang des Martinrodaer Sportparkes kutschiert wurde. Jeder wurde von ihm persönlich geherzt, als er mit Töchterchen diesen Parkour duchschritt.
Viele Ehemalige mit ihm dann auf dem Rasen nochmal am Ball, oder auch auf den Rängen dabei( handgezählte 257 Zuschaauer), waren gekommen.
Ein recht kurzweiliges Spiel, Anfangs noch mit sehr vielen Schmankerln, zauberten die Scheffler, Winkler, Zachert, Hartrumpf oder auch Greßler auf den Rasen. BUM-BUM zunächst für seine noch aktuell BLAUEN im Spiel traf für beide Mannschaften( 2. HZ in GELB) 3 mal ins Netz. Ein typisches, volley aus 18 Metern war dann nochmals zu bestaunen. Die auf dem Rasen mit Oberliga,Landesliga/-klasse befindlichen Spieler, ua Kellner, Huck,Schmidt, Rinn, Schubert, Trier…und und und lieferten sich ein sehr kurzweiliges Event. Das aus Floh Seligenthal angesetzte Schiedsrichtertrio hatte mit einigen spektakülären Erziehungsmaßnahmen auf dem Platz ebenfalls für Unterhaltung gesorgt. Statt der gelben Karte forderten sie 10 Liegestütze ein. Vidoebeweis brauchten sie auch nicht. „ War der drin“, „ nein“, „weiter geht’s“.
Und dann kam die Minute die sein aktives Fussballerleben ein für alle mal beendete. In der 80. Minute erhoben sich alle Anwesenden und zollten langanhaltenden Applaus. Mit einer Senfte, hoch oben über dem Rasen auf einem Fürstensessel platz genommen, erhielt er von 8 gestandenen Männern getragen seine Ehrenrunde.
Mit Wegzehrung, Hut und Gehstock ausgestattet, wurde er in die „ Obhut“ seiner Familie übergeben.
Ehre, wem Ehre gebürt. Ein würdevoller Abschied für einen Fussballer deren Charaktere nicht so oft auf den Plätzen zu finden ist.

Gelbes Trikot
Bach, Schubert, Schmitt, A.Berlt, Kalinowski, Kellner, Awanchiri, Wanderer, Habichhorst, Trier, Fabricius, Huck, Rinn, Greßler – Baranowski

 

Blaues Trikot
L.Fabig(Nimmow), Sterzing, Krogel, Wolf, Reuß, T.Elle, Zachert, Hartrumpf, Eckardt, Klötzke, Schmidt, Winkler, Bode, Scheffler, Acker, „Ulle“(namenloses Talent)- Baranowski

Torfolge:1-0 Baranowski, 1-1, 1-2, 1-3, 2-3, 2-4, 3-4 Baranowski, 4-4, 5-4, 5-5 Baranowski, 5-6, 6-6………………….
SR Paul- Paul/Paul (Floh Seligenthal)
Gelbe Karten 0-0
Wertigkeit des Spieles: von außerordentlichem Interesse –250 Zuschauer–

J. Krogel