FSV Martinroda 1 - 4 SV Eintracht Eisenberg
Samstag 14.04.18 - 15:00 UhrSportpark Martinroda21. Spieltag Thüringen Liga

Spielbericht

Verbandsliga FSV Martinroda – SV Eintracht Eisenberg 1-4 (1-0)

Nicht nur das der Mannschaft aus Eisenberg die Revanche vom Hinspiel (0-3) gelang, dieser Sieg beim noch immer Tabellenzeiten war am Ende verdient, weil erzwungen, was allein aus dieser Erkenntnis heraus den Spielverlauf offenlegt. „ Dies wird eine ganz schwere Kiste“, mutmaßte Trainer Fischer, der die letzten Spiele der Gäste richtig einzuschätzen wusste.
Ob der nicht gegebene Elfmeter nach klarem Foul an El Hajj als Knackpunkt im Spiel ausgemacht hätte werden können? SR Honnef in dieser Situation ohne Unterstützung seines in unmittelbarer Nähe stehenden Assisten gab ihn zur Überraschung der aufgebrachten FSV- Anhänger nicht. Hätte, wenn und aber, was zur letztendlichen Niederlage führte war nicht diese Szene, sondern schon beginnend mit der fehlenden Konsequenz zur möglichen frühen Vorentscheidung zu Beginn der 1. Hälfte. El Hajj (2., 14.), Weidlich (20. Nahdistanz), Langhammer mit einem Kopfball freistehend aus 5 Metern nach einer Ecke (33.), und schlußendlich Hertel der im Eins gegen Eins am Eisenberger TW hängenblieb (34.). Eisenberg mit zwei sehr guten Möglichkeiten machte es hingegen zunächst nicht besser. Reuter völlig blank am Torraum schoß aus 5 Metern am Tor vorbei (23.), und Mücke einige Minuten zuvor nur haarscharf am linken Pfosten vorbei, nahm einen abgewehrten Ball nach Ecke mit perfekter Schußhaltung volley. El Hajj mit der Führung nach Seel´s schönem Steilpass auf den, auf der linken Seite enteilten mit perfekt ins Zentrum passenden Sulimann, machte das zum Zeitpunkt erspielte Chancenplus zählbar. Eine Warnung kurz vor der Halbzeit, die scheinbar nicht ernst genug genommen wurde noch ohne Folgen, als Wriske einen Ball vor dem Strafraum des FSV erlief und an den rechten Pfosten setzte.

Ein hartes Stück Arbeit im ersten Abschnitt, mit einer dennoch gerechten Pausenführung. Das Fehlen der „Fachkräfte“ Six und Blaschczok und kurzfristig zudem auch noch Müller, sollte der zuletzt gut funktionierenden Defensive als Argument geltend gemacht werden können.

Die 2. Halbzeit nicht nachvollziehbar und schlußendlich ein Schritt rückwärts in längst vergessen geglaubte Tage. Bis in die 60. Minute hinein eine ausgeglichen Partie mit Strafraumszenen hüben wie drüben. Die besseren Möglichkeiten auf Seiten des Gastgebers. Sulimann schoß TW Lewandrowski nach schönen Solo über links aus 8 Metern zu eigennützig mit scharfem Abschluß an die Brust. El Hajj und Hertel im Zentrum die besseren Optionen weil völlig alleine gelassen (48.). Starke Flanke von El Hajj auf den gut postierten Hertel, die Schulz noch gerade so zur Ecke klären konnte. Dann der nächste Weckruf der nicht wahr genommen wurde. Wriske aus 12 Metern an den linken Pfosten, wieder erst möglich weil mehrere Möglichkeiten den Ball hinten raus zu spielen mit nicht enden wollenden Quer- und Rückpässen nicht genutzt wurden. Hucke mit taktischem Foul tief in der Eisenberger Hälfte ausgebremst, war aussichtsreich Richtung Eisenberger Strafraum unterwegs. Warum zweimal in kurzer Folge resolut pfeifen, denn es folgte die Szene die minutenlang für Ärger sorgte. El Hajj nach Zuckerpass allein auf TW Lewandrowski zulaufend, wurden von hinten beide Beine weggezogen. SR Honnef mit Achselzucken, der Assistent auch nicht wissend weshalb er dem Spiel seinen Beitrag leisten sollte, ergo, im Zweifel dann lieber für die Gäste, kein Strafstoß!! Klarer geht nicht, ein Blackout vielleicht mit irreparablen Folgen?? Elfer und Platzverweis, die einzig gerechte Entscheidung, wurde nicht getroffen. Hertel hätte in der 62. Minute dem Selbstvertrauen wieder einen Schub geben können. Ein Lupfer in den Fuß brachte ihn 10 Meter vor dem Strafraum in Ballbesitz. Sein überhasteter Abschluß aus 22 Metern nicht die richtige Entscheidung. Mit Ball am Fuß Richtung Gehäuse wäre ohne die nicht mehr eingreifenenden Abwehrspieler die wahrscheinlich bessere Variante gewesen.
Das war es jetzt mit der Martinrodaer Herrlich- und Aufmerksamkeit.
Querpass am 16 er, Rückpass auf den Torwart, unkontrollierter Schlag nach vorn, Bumerang auf Reuter, Schuß aus dem Gewühl- 1-1-. Das 1-2 ähnlich nur mit anderen Protagonisten, wieder Reuter aus 14 Metern erfolgreich. El Hajj mit der Ausgleichsmöglichkeit nur zwei Minuten später, vergab aus 12 Metern eine sehr gute Gelegenheit. Ein Ballverlust in der Vorwärtsbewegung an der Mittellinie, der pfeilschnelle Reuter mit Seitenwechsel auf den freistehenden Stäps- 1-3-. Reuter zurrte den schon geschlossenen Deckel mit seinem 3. Treffer nach leichtem Ballgewinn im Zentrum noch fester. Eine Kopie, die in der Kette von Fehlern mit dem Spielgerät zur Niederlage beitrug.

Die Gäste wenn in der Hälfte des Gastgebers auftauchend immer auf den ersten Metern den einen Schritt weiter voraus, gedankenschneller und mit Blick für die zum Ziel führenden Situationen intelligenter und mit kaltschnäuziger Effiziens auftretend. Da gibt es keine zwei Meinungen. Der FSV Martinroda schlug sich in diesem Spiel selbst. Ob der nicht gegebene Strafstoß etwas damit zu tun gehabt hat, niemand kann es wissen, dafür gab es genügend andere Gelegenheiten Tore zu erzielen, aber auch den einen oder anderen Fehler zuviel, der die Gegentore begünstigte.

Martinroda:
Konjevic- Griebel, Langhammmer, Nowak, Seel (84. Alzoughbi)- Hucke (79. Ulke), Weis- Suliman, El Hajj, Weidlich (76. Floßmann)- Hertel

Eisenberg:
Lewandrowski, Reuter, Wriske, Müller, Mücke (90. Fuchs), Gäbler (56. Stäps), Schulz, Kittler, Häring, Berger, Petrik

1-0 El Hajj 36., 1-1 Reuter 71, 1-2 Reuter 72., 1-3 Stäps 75., 1-4 Reuter 90.

SR Honnef (GOTHA) -105-

J. Krogel